Hochzeitsvorbereitungen reloaded

“With your feet in the air and your head on the ground
Try this trick and spin it, yeah
Your head will collapse
If there’s nothing in it
And you’ll ask yourself

Where is my mind”
Pixies

Meine FRESSE wie anstrengend kann denn bitte eine Hochzeit sein? Nachdem wir ja im letzten Jahr schon gedacht haben, man hätte viel mit den Vorbereitungen zu tun, ist es heute – etwas mehr als 2 Monate bis zum Tag X – einfach nur unglaublich! Ständig wollen Dinge beschlossen, gekauft, angesehen, festgelegt, ausgedacht, gebastelt, verschickt, nachgefragt oder bearbeitet werde. Glücklicherweise macht mir derzeit meine Arbeit das Ganze etwas einfacher, da ich für einen begrenzten Zeitraum halbtags tätig bin. Leider nützt meinem armen Schatz das auch nix, denn sie muss immer noch den ganzen Tag zur Schule :-(

Als ob die ganze Organisation an sich nicht schon anstrengend genug wäre, hat sich die Dienstleistungsbranche für Hochzeiten offenbar auch überlegt, für den Titel “Inkompetenteste Geschäftsleute der Welt” zu kandidieren:
Von Fotografen, Musikern, Konditoren, Locations und Wedding Plannern hatte es offenbar niemand nötig, Termine einzuhalten, schriftliche Korrespondenz richtig zu führen, sich zu organisieren, an Absprachen zu halten oder überhaupt einfach mal ihre verdammte Arbeit zu machen! Ihr glaubt nicht, zu wievielen Terminen wir gekommen sind, wo man von uns NICHTS wusste (obwohl das teilweise schon der 2. Termin war, weil man beim ersten auch alles verschludert hatte).
Sowas nagt natürlich dann ganz schön an den Nerven und die Zeit wird nicht mehr. Naja schlussendlich steht jetzt schon einiges, die Einladungen sind verschickt und jetzt geht es noch an Details wie Tischdeko, Sitzordnung (eine Herkulesaufgabe), Brautschuhe, Musikplanung und letzte Ablaufplanungen. An dieser Stelle ein RIESENLOB an Julia und Max, unsere beiden Trauzeugen, durch deren aktive und tolle Unterstützung wir vieles nicht schaffen würden. Die Beiden waren sogar so süß, eigens eine Webseite für uns zu erstellen!

Drückt die Daumen, dass in 2 Monaten gutes Wetter ist und sich die ganze Arbeit und das Geld lohnen. Wir freuen uns schon sehr auf den tollen Tag!

Die Zogs

Tempus fugit,

Oh, time is on my side, yes it is 
Time is on my side, yes it is
- The Rolling Stones 

Den Eindruck, die Zeit wäre mein Freund, habe ich schon seit einiger Zeit (no pun intended) nicht mehr. Immer schneller vergehen die Tage, Wochen, Monate und man fragt sich oft, wo die Zeit eigentlich schon wieder hin ist. Gerade seit Ende letzten Jahres wo der Umzug endlich ansteht und die Hochzeitsvorbereitungen in die letzte, heiße Phase gehen kann man nicht sagen, wir hätten viel Freizeit. Ständig will etwas erledigt, geklärt oder beschlossen werden – weder eine Hochzeit noch ein Umzug organisieren sich schließlich von selbst. Oft leiden unter diesem Zeitmangel gerade die Menschen, die mir am wichtigsten sind: meine Freunde und meine Familie. Wo ich früher noch jedes Wochenende mit meinen Eltern essen gehen und mehrere Tage unter der Woche mit Freunden Spaß haben konnte, haben nun lästige Pflichten oder schlichtweg räumliche Trennung ihren Tribut gefordert. Die Welt ist im Wandel. Oft macht mir diese Entwicklung Angst und ich frage mich, ob das überhaupt richtig sein kann? Vermutlich aber ist genau das der Preis des “Alters” oder des “Alterns” und gleichzeitig die Essenz dessen, was Momente und die Existenz selbst zu etwas besonderem machen: die Vergänglichkeit des Augenblicks und die ständige Anpassung im Leben an neue Situationen. Natürlich bin ich nun nicht der erste geschweige denn der einzige Mensch, dem diese Erkenntnis gekommen ist, genau genommen ist es noch nicht mal meine eigene Erkenntnis sondern die kumulierte Sammlung diverser Film- und Songstellen. Aber im Grunde ist es doch wirklich so: es gibt nur zwei Möglichkeiten – entweder, man verzweifelt daran, dass das Leben sich ständig verändert und dass man sich ständig an neue Dinge anpassen muss, neue Situationen meistern, neue Erfahrungen machen muss, oder man zieht aus eben diesem Umstand eine positive Erkenntnis. Ich für meinen Teil komme immer wieder zu letzterer Lösung: das Leben wäre langweilig, ohne Wandel, ohne die Notwendigkeit, sich zu entwickeln und sich anzupassen an neue Situationen!
Ich möchte bewusst jede einzelne Herausforderung erleben, denn in ihr liegt meiner Meinung nach das, weshalb es sich zu leben lohnt.

An alle denen ich nicht genug Zeit schenken kann: verzeiht mir und vertraut mir bitte wenn ich sage, dass auch wieder andere Zeiten kommen werden.

Amor manet

John Dies at the End

“Let’s say you have an ax. Just a cheap one, from Home Depot. On one bitter winter day, you use said ax to behead a man. Don’t worry, the man was already dead. Or maybe you should worry, because you’re the one who shot him.”
David Wong, John Dies at the End

Wow, was ein Buch! John Dies at the End, geschrieben von David Wong – gleichzeitig Protagonist und Pseudonym des Autors Jason Pargin- ist ein wilder Trip quer durch diverse Genres und Stile, in denen Wong/Pargin es immer wieder auf’s Neue schaffen, den Leser gleichsam mit bizarren Bildern wie humorvollen Einwürfen zu überraschen und bei Laune zu halten. Selbst ein Lesemuffel wie ich hat die 466 Seiten innerhalb kürzester Zeit verschlungen!

Aber nun zur Story – und das wird jetzt schwerer zu beschreiben als mir lieb ist :

John Dies at the End spielt in einer nicht näher genannten, amerikanischen Kleinstadt (im Buch Undisclosed also Ungenannt). David Wong und sein bester Freund John Cheese sind zwei College-Abbrecher und ziemliche Versager. Beide arbeiten zusammen in einer Videothek und kriegen auch sonst neben Parties und Abhängen nicht viel auf die Kette. Ihr doch recht ruhiges Leben ändert sich schlagartig, als John auf einer Party mit der vermeintlichen Droge Soy Sauce in Kontakt kommt. John’s Verhalten ändert sich schlagartig, er sieht plötzlich allerlei Dinge, die den “normalen” Menschen verborgen bleiben. Durch einen “Zufall” kommt auch Dave unbeabsichtigt in Kontakt mit der Substanz und entwickelt die gleichen “übernatürlichen” Fähigkeiten wie Dave. Schattenwesen, Geister und allerlei übernatürliche Erscheinungen sind für die beiden ab sofort an der Tagesordnung und als eine Art nebenberufliche Ghostbusters kommen die beiden anfangs auch recht gut mit ihrer neuen Wahrnehmung klar.

Es dauert jedoch nicht lange, bis die beiden einer tiefgreifenden “Verschwörung” auf die Spur kommen, die von einem intelligenten, biologischen Supercomputer aus einer Paralleldimension ausgeht und etliche bizarre dämonische Wesen in unsere Dimension und in Daves und Johns Realität bringt. Soy Sauce stellt sich als ein Portal in eben jene Parallelwelten heraus und diese scheinen alles, was wir für real und richtig halten in Frage zu stellen.

Was mich an dem Buch so gefesselt hat, waren die wirklich komplett abgedrehten Beschreibungen der Wesen und der Situationen. Der Autor spielt häufig mit der Möglichkeit, dass alles, was wir sehen und fühlen können vielleicht doch nur der Zuckerguss an der Oberfläche ist, dass darunter eine Welt lauert, wie man sie sich in seinen Albträumen nur ansatzweise vorstellen kann. Was wäre, wenn die Gestalt, die man meint im Augenwinkel gesehen zu haben, die sich aber bei einer Drehung des Kopfes und genauerem Betrachten in Luft aufgelöst hat, doch da wäre? Eine bösartige Intelligenz hinter unserer Realität die Fäden zieht, vor der es absolut kein Entrinnen gibt? Gleichzeitig verlieren die beiden “Loser” aber nie ihren Humor, selbst im Angesicht der abgefahrensten Situationen.

John Dies at the End  hat endlich mal wieder geschafft, was Filme seit langem nicht mehr so richtig bei mir erreicht haben: mir einen kalten Schauer über den Rücken zu jagen und mich dabei auch noch exzellent zu unterhalten. Derzeit wird das Quellmaterial auch verfilmt und soll nächstes Jahr in den amerikanischen Kinos anlaufen. Den Trailer könnt ihr euch hier ansehen. Man darf gespannt sein und bis dahin : LESEN!


Technische Spielereien

Spätestens seit Facebook hat sich die Art, wie ich mit meinen Freunden in Kontakt bleibe – man kann sagen radikal – geändert. Ich weiß noch, wie ich früher schon ICQ als Instant Messaging Programm total praktisch fand. Es war wirklich was neues, zu sehen, dass jemand anderes gleichzeitig online ist und man ihm sofort und ohne Umwege über Email eine Nachricht zukommen lassen kann.

Nun, Facebook ist für mich persönlich mittlerweile ein Bestandteil des täglichen Lebens geworden. Dinge, die ich für mitteilenswert erachte (vieles davon ist auch wirklich komplett belanglos) kann ich hier mit Leichtigkeit an alle meine Freunde verbreiten, es ergibt sich eine ganz neue Art der Interaktion. Das finde ich schon enorm praktisch, gerade, wenn man nun nicht mehr in der selben Stadt wohnt und täglich Kontakt hat. So hab ich doch das Gefühl, dass wir an unseren virtuellen “Leben” teilhaben können.

Überhaupt find’  ich die technischen Fortschritte, die das Internet seit meinem ersten Kontakt mit dem Medium (es muss irgendwann in den frühen 90ern gewesen sein, AOL usw.) gemacht hat sehr bemerkenswert. Über google habe ich z.B. die Möglichkeit, nicht nur so gut wie alle Informationen jederzeit suchen zu können sondern darüber hinaus durch die Cloud Dienste quasi ein Office Programm mit allem drum und dran immer dabei. iPhones und Smartphones tuen dann bei der Vernetzung und der Digitalisierung des Lebens ihr übriges. Klar, früher kam man auch gut mit dem Nokia Taschenrechnerdisplay und Snake klar, aber mittlerweile kann ich mir nur schwer vorstellen, nicht jederzeit unterwegs meine Emails abzufragen, Karten der Umgebung aufzurufen oder schnell die Bahn Fahrtzeiten zu checken.

Und dann ist da noch die Interaktion mit Fans der Currywurst auf Facebook. Es ist toll zu sehen, wie 1.200 Leute direkt mit dem Laden verbunden sind, jede News lesen die ich poste und in direkten Austausch mit uns stehen. So etwas war früher über ein Gästebuch auf der Homepage nur schwer möglich.

Datenschützer sind natürlich alarmiert ob der Privatsspährenverletzungen dieser Medien (seien sie objektiv vorhanden oder nur theoretisch befürchtet). Hier gilt wie in jedem Lebensbereich für mich aber : ich kann so gut wie alles, was ich irgendwo hinterlasse selber kontrollieren und bin selbst dafür verantwortlich, wie mich meine Umgebung wahrnimmt. Möchte ich nicht, dass  man mich in kompromittierenden Posen auf einer Party in der Ecke fotografiert, so sollte ich mich auch tunlichst erst gar nicht in die Position begeben, dass so ein Foto gemacht werden könnte. Ich denke auch, dass die neuen Medien zu verteufeln schlichtweg falsch ist. Die digitale und reale Welt sind mittlerweile bereits untrennbar miteinander verbunden und werden es in Zukunft sicher noch mehr werden und nur weil etwas potentiell schädlich sein kann heisst es nicht, dass es auch auf jeden Fall schlecht ist. Mit dieser Argumentationsgrundlage müsste man auch Zigaretten, Alkohol, TV etc. etc. verbieten (gut der Vergleich mit Genussmitteln hinkt vielleicht etwas). Aber ich schweife ab….

Ich hab einen heiden Spaß mit Facebook, Google & Co. und freue mich sehr darauf, was die Zukunft noch für technische Spielereien für uns bereit hält.

Hochzeitsvorbereitungen

So langsam geht die heiße Phase der Vorbereitungen für unsere große Feier im Juni 2012 los. Zwar ist vieles noch ein paar Monate hin, aber wir versuchen derzeit, soviel es geht jetzt schon festzulegen. Dann hat man im Nachhinein immer noch ein Zeitpolster und im nächsten Jahr sind die Monate gerappelt voll mit Terminen und Deadlines für die Vorbereitungen.

Momentan steht bei uns die Suche nach passender Musik zur Feier und schönen Textpassagen, die in der freien Trauung gelesen werden an erster Stelle. Mensch, gar nicht so einfach sag ich euch! Also das mit der Musik geht ja noch, da kommen wir ganz gut voran aber für einen eher langsamen und wenigen Leser wie mich ist sich an irgendwann mal gelesene, schöne Textpassagen aus Romanen etc. zu erinnern echt nicht so easy. Im Gegensatz zu meiner Süßen kann ich mir auch nicht mal eben schnell n Buch schnappen und 6 Kapitel in ner Stunde runterlesen bis ich die Stelle finde, da fehlt mir die Lesegeschwindigkeit. Also bediene ich mich einfach des guten, alten Internets um mit Hilfe von Google & Co. schneller die passenden Stellen zu finden. Derzeit beschränkt sich mein Repertoire allerdings immer noch auf Herr der Ringe, Romeo und Julia und andere “Schnulzen”.

….vielleicht sollte ich einfach selber einen Text schreiben….

Also ich kann euch sagen, das wird ne richtig fette Party nächstes Jahr. Wir haben auch für die Deko und das Essen schon die ersten, richtig guten Ideen zusammen (hey, sogar ich hatte mal eine kreative Idee!!) und wenn dann noch das Wetter mitmacht, wird das echt genial! Und wenn ich dann dran denke, wie ich da vorne stehe und meine Frau das erste Mal in ihrem Kleid sehen werde schmelz ich jetzt schon dahin :-) .

Hm und dann steht auch noch ein Tanzkurs auf dem Plan. Da wir es uns nicht nehmen lassen wollen, den Eröffnungstanz aufs Parkett zu legen, wollen wir uns doch auch ein wenig “Handwerkszeug” aneignen. Ich persönlich hab noch nie getanzt und daher auch eine ordentliche Portion Respekt vor dem Kurs, aber ich denke mal, das wird schon ne nette Sache. Wer übrigens mitmachen möchte, je mehr Leute desto günstiger wird so ein Kurs und ihr wollt doch auch auf unserer Hochzeit tanzen.

Morgen 2 Monate…

Schon ganz schön lange her, dass man hier mal einen neuen Artikel von mir lesen konnte. Oft hat sich Mikroblogging über Facebook einfach mehr gelohnt, als einen kompletten Artikel zu schreiben…

Kaum zu glauben, jetzt ist’s schon fast 2 Monate her, seitdem ich die beste Entscheidung meines Lebens in die Tat umgesetzt habe: meine (damals) Verlobte zu heiraten – und was soll ich sagen, es ist einfach der Hammer!

Ihr habt bestimmt schon öfters mitbekommen, dass es manchmal mit Larissa und mir nicht ganz einfach war/ist, aber seit gut einem Vierteljahr machen wir beide, aber insbesondere Larissa, Riesenfortschritte. Ich bin sehr glücklich, dass ich die Entscheidungen in der Vergangenheit so getroffen habe, wie ich es getan habe, denn jetzt zeigt sich, dass UNSER Weg absolut richtig war und nicht etwa in eine Sackgasse führte. Ich kann meine Frau gar nicht genug loben, für all das, was Sie mittlerweile erreicht hat, wozu sie wieder in der Lage ist und was sie für mich tut!

Es tut sich was bei Familie Herzog : erst hat Larissa es geschafft, sich beruflich neu zu orientieren und wird nun eine Umschulung zur Bürokauffrau im Oktober beginnen, worauf sie sich schon sehr freut, und dann hat sie vor Kurzem noch ihren Führerschein gemacht. Ich habe ungelogen noch nie so einen sicheren und umsichtigen Fahranfänger erlebt! Respekt! Wenn ich da an meine ersten Fahrten nach dem Führerschein denke (verfahren im Ruhrpark, noch heute fahre ich unbekannte Strecken nie ohne Navi), verstärkt sich das noch.

Auch emotional geht es ihr seit einiger Zeit richtig gut und oft kann sie sogar mir zur Seite stehen, wenn ich mal einen stressigen Tag hatte – das wäre früher undenkbar gewesen.

Also an dieser Stelle auch nochmal ein RIEEEEEESEN Lob an dich, Larissa – du bist der Hammer!

Aber auch sonst tut sich etwas im Hause Herzog : wir sind mal wieder auf Wohnungssuche. Letztens hatten wir schon unsere Traumwohnung gefunden, aber leider leider hat man die an andere Interessenten vergeben, also weitersuchen.

“The road goes ever on and on…”
- Bilbo Baggins

 

Dead Space 2

Dead Space (“Totraum”):  Raum des Atemsystems, der nicht am pulmonalen Gasaustausch beteiligt ist, jedoch der Fortleitung des inspirierten Gasgemisches dient
- Wikipedia

3 Jahre sind nach den traumatisierenden Ereignissen in Dead Space vergangen (eine Zusammenfassung der Geschichte findet ihr hier) und der Spieler schlüpft erneut in die Rolle von Ingenieur Isaac Clarke. Dieser erwacht zu Spielbeginn in der Krankenstation des “Sprawl”, einer riesigen Wohn- und Arbeiterkolonie auf einem Splitter des Saturnmondes Titan. Nicht nur dass relativ zeitnah mit seinem Erwachen auch die Hölle in Form eines erneuten Necromorphausbruchs in der Station losbricht, Isaac hat auch so gut wie keien Erinnerung an die letzten 3 Jahre!

Ein Ingenieur hat’s schwör – also begleitet man fortan Mr. Clarke auf seiner Odyssee durch diverse Abschnitte des Sprawl, darunter klassische Survivalhorrorkost wie Labore oder Maschinenräume aber auch Wohnblocks und Schulen. Die Liebe zum Detail in den Umgebungen und Gegnern ist einmal mehr beeindruckend und die Atmosphäre ist stellenweise so dick, dass man sie mit Isaacs Plasmacutter schneiden könnte. Zwar haben sich die Schockeffekte seit dem ersten Teil ein wenig abgenutzt und man kann nur noch müde lächeln wenn mal wieder ein Necromorph auf groteske Weise aus einem herumliegenden Leichnam entsteht, aber trotzdem wird das Gameplay nie langweilig.

Leider setzten die Entwickler zu oft auf einfache Jump Scares (Ausnahmen bilden da z.B. ein Trip durch einen Kinderhort, inklusive mutierter Säuglinge oder einige der Halluzinationen die Isaac plagen)und erschrecken selten wirklich länger als ein paar Sekunden – etwas was dem Vorgänger noch wesentlich häufiger gelang. Das mag auch dem actionreicheren Gameplay geschuldet sein, denn während seines Überlebenskampfes auf dem Sprawl ballert, schneidet, sägt und tritt sich Issac durch wesentlich mehr und öfter auftauchende Gegner als noch in Teil 1. Munition ist eigentlich auch selten wirklich knapp (zu mindest auf dem normalen Schwierigkeitsgrad nicht).  Allerdings muss man sagen, wen Dead Space 2 etwas macht, dann macht es es auch richtig! Die Steuerung wurde für den schnelleren Kampfstil optimiert und geht locker von der Hand, ebenso wie die freieren 0-Gravity Passagen in denen Isaac jetzt frei manövrieren kann und teilweise auch muss.
Das ganze wird unterlegt von wirklich atemberaubenden Cutscenes in In-Game Grafik die ihresgleichen suchen.

Storymässig schließt DS 2 an die Ereignisse aus Teil 1 an, geht teilweise in die noch frühere Geschichte zurück und entwickelt sich über den Verlauf des Spieles hinweg stetig weiter bis zu einem angenehmen Finale. Große Wendungen sind allerdings nicht zu erwarten und häufig fehlt einem das Gefühl, etwas wirklich wichtiges zu tun zu haben, es entsteht mehr der Eindruck, ich muss zum nächsten Generator, eben weil es das Missionsziel ist und nicht weil der eine wichtige Rolle fürs weiterkommen spielt.

Heutzutage muss natürlich jedes Spiel auch einen Multiplayer Part habe und DS 2 ist keine Ausnahme. Von der Idee her klingt das auch ganz nett : In objektbasierten Spielmodi treten Ingenieure und Necromorphs gegeneinander an. Die Spieler dürfen in beide Fraktionen schlüpfen und haben naturgemäß unterschiedliche Stärken und Schwächen. Aufgrund ihrer doch recht fragilen Hülle werden Necromorphs noch von AI-Monstren unterstützt die periodisch aus Lüftungsschächten strömen und Gegner attackieren.
Leider fehlt dem Mehrspielermodus aber Feinschliff, die Steuerung ist nicht gut gelungen und auch die Charakterklassen sind Standard. Da hätte weitaus mehr gemacht werden können (ich denke da an den MP von Aliens vs. Predator 1).

Alles in allem habe ich sehr viel Spaß mit dem Spiel gehabt, die cineastische Umsetzung und das tolle Design lassen einen so schnell nicht mehr los und mit dem Ende wartet man auch sehnsüchtig auf Teil 3. Als netten Bonus gabs auf der PS3 Version noch Dead Space Extraction – ein Lightgun Shooter – als komplette Version obendrauf.

9/10 KAUFEN!

Resumé

So this is the new year
And I have no resolutions
For self assigned penance
For problems with easy solutions
- Death Cab For Cutie

Weihnachten liegt hinter uns, das neue Jahr vor uns und es scheint, als wäre das einzige, was sich in der Zeit zwischen den Jahren ändert die Zahl, welche die vergangen Jahre seitdem irgendein Tischlersohn passenderweise an einer HOLZkonstruktion sein Ende fand zählt.

Zu mindest mir geht es jedes Jahr zur Weihnachtszeit ähnlich. Vorher nehme ich mir vor weniger für Geschenke auszugeben, nicht in den Konsumrausch zu verfallen, den die Industrie jedes Jahr aufs Neue anfacht. Leider gelingt mir das bis jetzt nicht sonderlich gut…und fürs nächste Jahr steht also das Vorhaben wieder auf dem Plan.

Klar Weihnachten mit vielen Geschenken ist für die meisten Menschen toll, aber irgendwie hinterlässt es ein furchtbar schlechtes Gefühl, sich dermaßen mit teilweise ungewünschten Präsenten zuzuschmeißen wenn man bedenkt, dass es eigentlich viel besinnlicher und angenehmer wäre, sich zu dieser Zeit des Jahres einfach mit seinen Lieben zu entspannen und sich nicht darum zu sorgen, ob man genug Geld ausgeben hat und die Geschenke Gefallen finden werden. Aber ich schweife ab, das sollte hier nicht die übliche Moralpredigt werden, die man dertage überall zu hören bekommt.

Den meisten Menschen reicht der gute Vorsatz dann gerade mal bis zu Silvester, der nächste willkommene Anlass, sich gut die Birne vollzuschütten und ettliche Euros in die Luft zu ballern. Und kommt man selbst mal nicht auf einer Silvesterparty unter und man droht, den “besonderen” Abend zu Hause ohne großes Tam Tam verbringen zu müssen so ist das ein Grund zur Verzweiflung für Viele.
Dieses Jahr wird’s bei uns in jedem Fall auch wieder ein ruhigeres Silvester. Keine große Party, allerhöchstens ein nettes Zusammensein mit Freunden oder ein gemütlicher Abend zu Zweit.

In diesem Sinne wünsche ich Euch allen einen guten Rutsch ins neue Jahr und KEINE Vorsätze fürs neue Jahr zu Silvester sondern einfach mehr Aufmerksamkeit das GANZE Jahr über.

The Walking Dead

It’s the end of the world as we know it and I feel fine – REM

Abgesehen von ihrem Äusseren sind Zombies so frisch und beliebt wie selten.
Kaum ein Horrorfilm, -spiel oder -buch kommt heute ohne die schlurfenden Toten aus, repräsentieren sie doch all das, was in jedem von uns an wildem Tier schlummert und kaum ein anderes Szenario ist ergiebiger als eine Welt, überrannt von Horden Untoter.

Pünktlich zu Halloween ging dieses Jahr auf dem amerikanischen Sender AMC die Serien-Verfilmung der erfolgreichen Comicreihe “The Walking Dead” an den Start. Mittlerweile sind 3 Folgen ausgestrahlt worden, nur 3 weitere folgen noch in dieser Staffel (die nächste ist aber bereits beschlossene Sache) und die anfängliche Begeisterung meinerseits droht doch langsam der Ernüchterung zu weichen.

Da ich die Comics nicht gelesen habe, wird man mir bitte eventuelle Fehleinschätzungen der Serie nachsehen. Das Szenario in TWD ist nichts Neues oder Innovatives : Police Officer Rick Grimes wird nach einer Schießerei ins Krankenhaus eingeliefert und dort wacht er nach einer ungewissen Zeit im Koma auch wieder auf. Die bereits vor seiner Einlieferung aufkommende Zombieplage ist in der Zwischenzeit ausser Kontrolle geraten, das Krankenhaus ist verwüstet, nirgendwo eine Spur von Menschen (zu mindest nicht von Lebenden) und so muss Rick sich seinen Weg durch die mit Untoten verseuchte Vorstadt und Großstadt bahnen, um seine Familie und einen Ausweg aus der Katastrophe zu finden.

Leider liegt in der Grundsubstanz auch schon das Problem der Serie : man hat meistens das Gefühl, das alles schon mehrfach in anderen Filmen, Comics oder Spielen durchlebt zu haben. Die Charactere sind sehr stereotyp und klischeehaft (der gute Cop, der Vater der mit seinem Sohn in der Hölle überlebt, der rassistische Redneck etc.) woraus die Macher einen grossteil des bisherigen Plots zu konstruieren versuchen. Was diese Umsetzung jedoch meiner Meinung nach von den restlichen Filmen etc. abhebt ist die hervorragende Darstellung der Hauptakteure, den Zombies, selbst. Selten habe ich so überzeugend Dargestellte Untote in jeden Stadien des Verfalls gesehen und auch die Konsequenz der Gewalt mit der sich sowohl die Toten als auch die Lebenden ihrer jeweiligen Gegner erwehren ist für eine TV Serie beachtlich. Es ist faszienierend zu beobachten, welche Tabus gebrochen werden, wenn Alles auf dem Spiel steht und die moralischen Werte der Gesellschaft nicht mehr gelten.

Unter dem Strich bleibt bisher aber das Gefühl, dass das riesige Potential einer Zombie-Serie auch hier nicht richtig genutzt wird. Die Charaktere wirken bisweilen viel zu gleichgültig zur Situation und handeln oft wesentlich zu “normal” und dadurch unglaubwürid. Wie gut könnten man endlich einmal über längere Sicht den Überlebenskampf einer Gruppe in so einer Situation kontinuierlich verfolgen und wie gut könnte man mit tiefschichten Charakteren die Konflikte zeigen, die sich dabei bieten? Aber nein, man geht lieber den einfachen Weg und lässt die oberflächlichen Rangeleien der Protagonisten nur als Mittel zum Zweck für einen weiteren Ausflug in zombieverseuchtes Gebiet herhalten.

Was bleibt, ist eine momentan doch recht vorhersehbare Adaption eines schönen Originals der man jedoch schon alleine den Versuch und die Idee zu Gute halten muss.

http://en.wikipedia.org/wiki/Zombie_apocalypse

Katzen und Menschen

Als Katzenbesitzer, oder eher Dosenöffner, hat man ja bekanntlich viel Freude und Spaß an seinen haarenden Mitbewohnern, aber dass Menschen und Katzen auch beruflich zusammenarbeiten war mir bis vor kurzem neu. Eine ganz interessante Sendung auf 3sat widmete sich kürzlich diesem Thema und zeigte dabei auch, wie die vierbeinigen Schnurrapparate generell das Leben ihrer Dosenöffner bereichern.

Bekannt ist bei einigen vielleicht schon Tama, die Bahnhofsvorsteherkatze von Kishi in Wakayama wo sie adrett geschniegelt mit Lokführermütze ihrer Berufung nachgeht (und nebenbei vermutlich die ein oder andere Maus davon abhält, die Holzbohlen der Gleise anzunagen).

Mediale Bekanntheit hat auch Oscar erlangt. Er hat in einem amerikanischen Altenheim eine besondere, wenngleich auch ein wenig unheimliche Begabung entwickelt, schafft er es doch mit erstaunlicher Präzision vorherzusagen, wann einer der Bewohner kurz vor dem Ende seiner irdischen Existenz steht. In dem Fall nämlich legt sich Oscar einfach zu der Person ins Bett und bleibt die letzten Momente mit dem Patient zusammen um ihn zu begleiten. Die Angestellten haben mit der Zeit gelernt, auf Oscars verhalten zu achten und wenn er es sich bei jemandem bequem macht, rufen sie umgehend die Angehörigen der Person herbei.

Unsere beiden Fellknäuel helfen uns leider nicht aktiv im Haushalt außer mit dem Vernichten von gefährlichen Vorräten an Katzenfutter. Trotzdem ist es immer wieder schön die lustigen Eskapden zu beobachten oder einfach abends auf der Couch gemütlich zu zweit mit einer Katze aufm Schoss zu entspannen.
P.S. Unsere feline Familie wird sich demnächst um einen kleinen Mitbewohner erweitern. Morgen abend gehts den ersten potentiellen Kandidaten begutachten. DSDSK – Deutschland sucht das Super Kitten